Erste größere Ausfahrt mit der „Blauen Tante“

Das Wetter lädt ja seit der letzten Woche förmlich zum Moped fahren ein und die letzten noch aufzubrauchenden Resturlaubstage brachten es mit sich, dass ich diese auch wirklich nutzen konnte. Also wurde die Blaue erst mal gewaschen und gewienert, um die ersten Kilometer an Fahrpraxis im nahen Umland abzuspulen. Nach immerhin 12 Jahren Zweiradabstinenz erst mal langsam angehen und wieder die Sinne schärfen.

Am gestrigen Dienstag wurde es dann ernst. Ich verabredete mich mit einem anderen Harleyfahrer vom Westerwald, um eine Tour an den Rhein zu fahren. Treffpunkt war eine Tankstelle in der Nähe von Rennerod um 11:00 Uhr Vormittags.

Schaut ein wenig nach Road-Stop am Highway aus. Ein ganz kleines bisschen jedenfalls…

Von dort ging es durch das Gelbachtal (https://de.m.wikipedia.org/wiki/Gelbach) runter nach Bad Ems an der Lahn und dieser bis zum Rhein folgend.

Symbolbild Gelbachtal (bei Weinähr)
Die Milwaukee-Eisen bei einer Pause

Von Lahnstein aus ging es dann flussaufwärts nach Kaub. Dort machten wir dann Mittagspause beim Kultimbiss „Bennos Truck Stop“ (http://www.bennos-truck-stop.de/bennos/), seit 30 Jahren eine Institution am Rhein. Gesättigt und mit frischen Lebensgeistern ging es dann via Nassau wieder hoch auf den Westerwald und über Montabaur nach Hause. Am Ende standen für mich exakt 300 Kilometer auf der Uhr, welche inklusive der Pausen in 6,5 Stunden abgerissen wurden.

Leider habe ich nicht viele Bilder mit dem Handy machen können, da die Bluetooth Verbindung zum Navi und dem Headset ganz schön am Akku saugt. Also muss noch eine Steckdose in den Koffer.

Winterlangeweilegebastel

Gestern in der kalten Garage etwas an der Elektrik der „Blauen Tante“ gebastelt. Mannomann, was für ein Gefrickel des Kanadiers. Ich hoffe doch sehr, dass ich die stillgelegte Alarmanlage ohne Probleme demontiert bekomme… 🙁

Beispielbild

Aber auch mal probeweise den LePera Einzelsitz und den Gepäckträger für den hinteren Fender montiert. Ich glaube, das könnte mir gefallen und für die kommende Saison so montiert bleiben!

Zum „Blauen Onkel“ gibt’s jetzt auch noch ’ne „Blaue Tante“

Aber mal ganz der Reihe nach. Neben diversen Käfern fuhr ich früher ja immer auch noch Moped. Angefangen 1981 mit der HONDA MB8, der für kurze Zeit eine CB400 folgte. Dann kam die DUCATI Sport-Desmo 500, eine KAWA GPZ900R, bis hin zur YAMAHA XJR1300. Irgendwie war dann aber die Luft raus, ich verkaufte die YAMAHA im Jahr 2004 und verlor komplett das Interesse an Zweirädern aller Art.

Bis zu diesem Sommer, als Kumpel Tobi und Bernhard mit ihren Eisen aus Milwaukee auf eine Kaffeepause bei uns vorbei kamen. Irgendwie machte es „klack“ im Kopf und ich hörte den ganzen Tag „Potatoe-Potatoe“ in der Birne. Vor mehr als 25 Jahren fuhr ein damaliger Kumpel eine abgespeckte Shovelhead E-Glide aus den Staaten. Damit durfte ich auch gelegentlich die ein oder andere Runde drehen. War aber irgendwie noch zu früh, zu teuer, was weiss ich…

Tja, was soll ich sagen? Ich fasste den Entschluss, mich wieder auf ein Bike zu schwingen! Nach ausgiebigem Stöbern in den einschlägigen Portalen, einigen mehr oder weniger positiven Besichtigungen fiel letztendlich die Entscheidung auf eine 2000er Electra-Glide-Classic, eines der letzten Vergasermodelle aus der Baureihe TC88. Der Vorbesitzer holte sie 2014 aus Kanada und modifizierte sie leicht. Ganz nach meinem Geschmack, im leichten Street-Glide-Look. Alle Originalteile sind dabei, insgesamt 3 Sitzbänke, inklusive des Topcases mit Rückenlehne, also jederzeit wieder auf Originalzustand zurückzubauen.

Knappe 400 Kilometer konnte ich noch Ende September fahren und nun sitze ich hier und kann mal wieder das Ende des Winters kaum abwarten. Wie früher… 😉

Hier mal ein paar Bilder der „Dicken Berta“, die der Verkäufer mir schickte.