Los gehts! Istrien wir kommen

So, es ist geschafft. Der Rapido und der Tiguan sind beladen, die Reifendrücke und Ölstände kontrolliert, die Vignetten auf die Scheibe gepappt. Morgen früh um 8:00 gehts los. Felix und ich starten zu unserem ersten großen Campingurlaub überhaupt. Letztes Jahr kam ja leider was dazwischen…

Unser erstes Etappenziel morgen am späten Nachmittag, wird kurz hinter München sein. Dann geht es am Samstag morgen weiter nach Rovinj zum CP Polari. Ich werde versuchen, euch hier im Beitrag auf dem laufenden zu halten. Es lohnt sich also, immer mal wieder nach Updates zu schauen oder den RSS zu aktivieren.

Update 1: Anreise und Aufbau: Die erste Etappe der Anreise bis zum gebuchten Hotel inKirchseeon verlief glatt und ohne Probleme. Das hätte mir, als geborenem Pessimisten, eigentlich schon zu denken geben müssen. wink Gut ausgeschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück starteten wir zur zweiten Etappe. Die Route über Salzburg, durch den Tauern- und anschließend den Karawankentunnel stand an.

Bis kurz vorm Karawankentunnel lief es eigentlich ganz gut, von reichlich jeder Menge Pennern auf der Autobahn mal abgesehen. Ja liebe Mitbürger, der Rappi hat nur 700 kg zGG und darf am Haken des Tiguans 100 km/h auf der Autobahn in Österreich laufen! Da braucht mich keiner mit Lichthupe und Scheibenwischergeste zu belehren. Wie das allerdings bei den Dickschiffwohnwägen hinter X5 und Co, auch oder trotz 100er Plakette ausschaut, kann ich nicht beurteilen. Müsst ihr euch selbst beim ADAC/ÖAMTC schlau machen. Egal, back to topic.

Die Wartezeit am Karawankentunnel, dem Nadelöhr zum Balkan, betrug geschlagene 1,5 Stunden und auch die weiteren Verkehrsnachrichten aus Slowenien und Kroatien verhießen nichts Gutes. angry Auch fing es zu allem Verdruss auch noch an zu regnen.

Die Ankunftszeit im Navi verschob sich immer weiter nach hinten. Kurz vor der Grenze Sloweniens nach Kroatien ging zwar das Wetter wieder auf, aber bei dann 35 Grad macht das Gondeln auf der Küstenstrasse auch nicht besonders viel Spaß. So erreichten wir dann nach geschlagenen 10 Stunden, total geschafft, aber glücklich den gebuchten Campingplatz in Rovinj/Istrien. Als erstes wurde der Rappi aufgeklappt und in bewohnbaren Zustand versetzt. Den Aufbau des Vorzeltes und/oder Sonnensegels, sowie weiterer Utensilien verschoben wir auf den nächsten Tag. Wir wollten nur noch duschen und was essen gehen…

So gabs dann ein gutes Essen (Fisch, was sonst?) im Restaurant am Platz und dazu/danach noch zwei kühle Blonde für mich und danach fielen wir in einen komatösen Schlaf.

Dieser wurde jedoch gegen 3:00 Uhr jäh durch ein kräftiges Gewitter unterbrochen und ich stolperte im Schlafi über die Parzelle, um das wichtigste Hab und Gut zu sichern und trocken unterzubringen.

Update 2: Der erste Tag und richtig ankommen: Nach einem vormittäglichen Sturm und Regenintermezzo, das wir nerdmäßig (also aktivieren der kroatischen SIM-Karte und einrichten des Routernetzwerks) im Rappi verbrachten, beschloßen wir auf den Aufbau des Vorzeltes zu verzichten und nur das Sonnensegel aufzuspannen. Das wird für unsere Bedürfnisse und Ansprüche in den 10 Tagen ausreichen. Aber da ohne Mampf kein Kampf und ohne Moos nix los, wurde erst mal das Portemonaie aufgefüllt, eingekauft und ein ordentlicher Burger verdrückt. Wat hamm die geile Dinger hier!

Heute Abend möchte Felix mal eine Pizza essen und danach werde ich mich der mitgebrachten Palette „Karlovacko“ widmen… cool

Update 3: Ruhige Tage, ausspannen und ungemütliche Rückreise: Insgesamt verbrachten Felix und ich zehn wunderbar ruhige und entspannte Urlaubstage. Männercamping halt. Lediglich ab und an mal unterbrochen von kleinen Ausflügen zu Wasser oder mit dem Auto, etwas Kultur, schwimmen gehen und natürlich gutem Essen. Hier ein paar unkommentierte Bilder dazu.

Nach kurzer Zeit hatten wir uns auch an die Temperaturen von nicht unter 25° C in den Nächten gewöhnt. Selbst die kurzen Schauer in zwei Nächten sorgten nicht groß für Abkühlung.

Leider geht halt auch der schönste Urlaub mal zu Ende und so machten wir uns Freitags morgens um kurz nach 7:00 Uhr wieder auf den Heimweg.

Nach knapp 3 Stunden Fahrt fing dann auf einmal unser kleines Gespann an, irgendwie zu rattern. Also raus auf den nächsten Parkplatz und kurzer Check. Optisch an den Rädern/Reifen nix zu sehen, auch keine auffälligen Temperaturen an den Radlagern und Felgen des Rappis. Keine Ahnung, vielleicht war es ja ein komischer Asphalt, zumal ein belgisches WoWa-Gespann vor uns wohl ähnliches hatte. Also wieder rauf auf die Bahn und weiter. Plötzlich ein vielfach stärkeres Ruckeln, ein paar kurze trockene Schläge und ich sah im Außenspiegel, wie irgendwelche Brocken/Teile wegflogen. Shit, was ist da jetzt los??? surprise Rüber auf den äußerst schmalen Standstreifen, Lenkrad festhalten, keine apruten Lenkbewegungen und langsam ausrollen lassen. Da kam auch schon in knapp einem Kilometer eine Ausfahrt. So rollten wir dann an einer Tankstelle vor dem Städtchen Vrhnika, unweit von Ljubljana aus. Raus aus dem Auto und wir sahen auch schon die Bescherung. Am linken Reifen hatte sich die komplette Lauffläche und Teile der Reifenflanke verabschiedet. surprise Da auch ein Ersatzrad an Bord war, wäre das ja nicht unbedingt das größte Problem gewesen. Aber es hatte sowohl den Radkasten, als auch Teile des Sandwichunterbodens (Holz-Styrodur-Holz) unseres Rappis kaputt geschlagen und es hing das Kabel für die Beleuchtung lose runter. Auch in Ermangelung eines Wagenhebers rief ich also die Notrufzentrale des ADAC in München an, für was bin ich dort seit 1983 Mitglied und habe einen Auslandsschutzbrief. Der sehr nette und kompetente Mitarbeiter dort nahm alles auf und verständigte den Pannendienst vor Ort. Nach nicht mal einer halben Stunde kam dieser auch schon angefahren, schaute sich das Elend an und wechselte vorerst das Rad. Danach kam sein Kollege und eskortierte uns bis zur Werkstatt. Dort klappten wir dann erstmal auf und sahen das ganze Ausmaß. Während wir die zwischen den Radkästen verstauten Utensilien im Auto verluden, wurde das Kabel provisorisch geflickt und wir konnten die Heimfahrt weiter antreten. Das ganze dauerte keine drei Stunden und man muss dem AMZS, dem Partner des ADAC, mal ein ganz großes Lob für die Betreuung, den Dolmetscher und die piekfeine Werkstatt und das Bürogebäude aussprechen!

Keine Ahnung, was das ausgelöst hat. Die Reifen (Firestone; 145-10) sind knappe 6 Jahre alt, 5 Jahre montiert und es waren nicht die billigsten. An sowas hat der Vorbesitzer nicht gespart. Auch Luftdruck und Stoßdämpfer sind o.k., wurde auch immer von mir kontrolliert. Schätze mal, ich habe einfach in die Sch…e gegriffen. Ich werde nicht drumherum kommen, im Winter den Rappi auseinaderzunehmen, vom Fahrgestell lösen und eine neue Bodenplatte zu montieren. Es gibt schönere Arbeiten… angry crying

Ancampen, Rapidotreffen und Landesgartenschaugelände 2014 Zülpich

Das vergangene Wochenende nutzten Felix und ich, um endlich mal für diese Saison anzucampen! Den passenden Rahmen dazu bot das diesjährige Treffen des ROCD (RAPIDO Oldtimer Club Deutschland) auf dem Campingplatz am schönen Liblarer See, in der Nähe von Köln. Leider war das Wetter nicht ganz so toll, wie im letzten Jahr. Aber wir blieben zum Glück von größeren und längeren Regengüßen verschont.

Das Treffen war wie immer eine bunte Ansammlung von (in diesem Jahr immerhin 25 Stück!) RAPIDO Klappcaravans und deren Besitzer. Obwohl die Gemeinde (und das Forum) immer weiter wächst, ist es aber immer noch eine familiäre Atmosphäre und ganz ungezwungen.

Natürlich dürfen an solch einem „Männerwochenende“ der Grill, passendes Grillgut und Hopfenkaltschale (diese zumindest für mich) nicht fehlen. wink Nachdem man sich begrüßt und die ersten „Fachgespräche“ geführt hat, wurde daraufhin also erst mal der „Campinggaser“ angefeuert und bestückt.

Am Samstag setzten wir uns in den Blauen und fuhren „einfach mal der Nase nach“ ins Blaue. Der Weg führte uns letztendlich auf das Gelände der „Landesgartenschau 2014“ in Zülpich.

Dort spielten wir erst Mal eine Runde Minigolf Adventure-Golf auf der, mit verschiedensten Hindernissen bestückten Anlage. Sehr zu empfehlen!

Danach setzten wir unseren Rundgang fort und holten uns dabeiu auch die ein oder andere Inspiration für den heimischen Garten. Wir müssen unbedingt noch mal mit Sabine herkommen! Dann stellen wir auch mal diese Szene nach. laugh

Lavendel und Kräuter wohin das Auge reicht. Diese standen in vollster Blüte und dufteten um die Wette. Wir hatten genau die richtige Jahreszeit für dieses Dufterlebnis erwischt!

Genau so könnte ich mir meinen Garten vorstellen. Viel Stein, rostiges Metall, und schön bepflanzt. Dazu noch ein schmuckes und stabiles Häuschen zum verstauen der Geräte.

Steht dann noch dieser stylische Grill in einer Ecke, wäre das echt meins…

…oder aber der absolute Oberhammer: Eine Grilljurte (Grillhütte) in der man bei Wind und Wetter bruzzeln und feiern kann! Wenn die nur nicht so teuer wäre. cheeky