Endlich wieder TÜV auf dem Blauen oder auch: Denke nie, gedacht zu haben

Nee, nee. Dieses Jahr war das mit dem TÜV etwas holprig gelaufen. Fällig war der Blaue ja im September. Da ich aber einen Monat länger herausschlagen wollte, dachte ich mir: „Fährste halt im Oktober hin, kurz bevor du ihn einmottest.“ Da ich aber dann 14 Tage im Krankenhaus lag, dann das Wetter nicht so dolle war, kam ich erst am 28. Oktober dazu. Was soll ich sagen? Prompt mit erheblichem Mangel durchgefallen. Der linke, innere Spurstangenkopf, also am Lenkhebel, war ausgeschlagen. Kein Problem, dachte ich mir, hast ja noch Ersatz im Teileregal liegen. Nach Hause gebrummt, Garage auf, nachgeschaut und… …Pustekuchen! Nur noch für „ab Fahrgestellnummer“, also die mit dem großen Gewinde. Zwar lieferte mir der gute Mario vom „Type3_Headquarter“ wie immer schnellstmöglich Ersatz, aber jetzt hatte die Werkstatt meines Vertrauens keine Zeit, da alles nach Winterpuschen rief. Die Zeitspanne von 4 Wochen zur Nachprüfung lief ab, wie eine Sanduhr. Dann aber gab es am Freitag Entwarnung, es sind wieder Kapazitäten frei, ich könne das Auto am WE bringen. Also am letzten Sonntag das Auto dort abgestellt und gestern abend dann wieder abgeholt. Heute morgen schnell zum TÜV, rauf auf die Bühne, gucken, kurzen Small-Talk halten und dann prangte auch schon die begehrte Plakette auf dem hinteren Nummernschild!

Jetzt sind erst mal wieder zwei Jahre Ruhe mit dem Thema. Es tat mir im Herzen weh, den Blauen heute morgen durch den Nieselregen zu fahren und ich habe ihm versprochen, mich das nächste Mal wieder zeitiger drum zu kümmern und ihm die Schmach des durchfallens zu ersparen! 😉

Übern Winter muss ich mich jetzt mal in erster Linie um das „neue“ Moped kümmern. Aber das ist eine andere, neue Geschichte…

Happy Birthday Blauer!

Heute genau vor 50 (!) Jahren liefst du an der Aller vom Band. Wurdest dann nach Mannheim umgesiedelt, als Vorführwagen eingesetzt und kamst dann im Januar 1967 zu deinem ersten Besitzer nach Heidelberg. Dieser hielt dir 20 Jahre die Treue, pflegte dich überwiegend und stellte dich im Winter in die Garage. Danach wechselste du für weitere 18 Jahre zu einer älteren Dame, immer noch im Neckartal, bevor ich dich ins raue Siegerländer Klima entführte.

So kamst du mit knapp 86.000 Kilometern auf der Uhr hier an. Mit deiner verknitterten hinteren und der pickeligen vorderen Stoßstange…

Mit einigen kleineren Modifikationen hast du heute knapp 109.000 Kilometer auf dem Tacho, erfreust dich bis auf kleinere Wehwehchen bester Gesundheit und wirst mir hoffentlich noch eine ganze Weile erhalten bleiben!

DasDragDay #14

Am vergangenen WE fand ja zum 14. Mal in Bitburg das Kräftemessen der luftgekühlten Szene auf dem Programm, auch DDD#14 genannt. Da ich allerdings Freitag abends noch einen nicht verschiebbaren Termin hatte und der Blaue eh etwas „lahmt“, buchte ich ein Zimmer im nahe gelegenen Hotel und reiste Samstag früh mit dem Alltagskombi an. Fühlte sich irgendwie „falsch“ an…

Tobi hatte den „Agent Orange“ ebenfalls im heimischen Stall gelassen und so war von unserer S.O.R.G. nur der „Lange“ am Start. Das aber richtig! Irgendwie wollte sein Grüner schon Samstags nicht so richtig los galoppieren. Zuerst hatte er die testweise montierten Slicks im Verdacht. Die waren es aber nicht. Nein, am Sonntag wurde der Drehzahlmesser als Übeltäter dingfest gemacht. Dieser entpuppte sich nämlich eher als Drehzahlbegrenzer und riegelte ab. Also flugs abgeklemmt und schon waren niedrige 12,5er Zeiten drin. Hut ab und auch hier an dieser Stelle noch mal Glückwunsch an den Gerd!

Ansonsten war es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten und Wegbegleitern der letzten Jahre. Viel Gebabbel, Händeschütteln und Schulterklopfen. Schade ist, dass immer mehr Turbos und Fremdmotoren Einzug halten. Ich wünschte mir  mal die Einführung einer „Public Race Old School Klasse“. Nur Sauger, maximal 1,8er Typ 1 oder 2,2er Typ 4, mit Doppelvergasern. Sowas zum Beispiel

 

Leider schlichen sich gegen Samstag Abend bei mir erste Anzeichen einer „TMG“ (Anm.: Tödliche Männer Grippe) ein, so dass ich zeitig im Hotelbettchen lag und am Sonntag auch beizeiten wieder den Abflug machte. Nächstes Jahr wird es wieder mit dem Blauen sein. Versprochen!

Hier noch eine kleine Auswahl meiner Bilder. Seit langem mal wieder mit der richtigen Cam und nicht dem Handy geschossen.

 

 

Treffen und Teilemarkt der „Oldtimerfreunde Kreuzal“ am 14.08.2016

Da in diesem Jahr aus bekannten Gründen der Urlaub ausfällt, ergab sich mal wieder die Gelegenheit, am Treffen teilzunehmen und über den Teilemarkt zu schlendern.

Es kamen Fahrzeuge verschiedenster Arten und Baujahre zusammen und einige „Händler“ boten ihre Ware an. In Ausrufezeichen deshalb, da es ausschließlich private Sammler und Jäger waren, die ihre Schätze anboten. Keine professionellen Abzocker…

Leider wurde dem Blauen ein ziemlicher Kratzer am linken Seitenteil zugefügt. 🙁 Ob mutwillig durch einen Autohasser, ein schlechterzogenes Kind oder einen der unzähligen Radl-Rentner? Läßt sich nicht mehr nachvollziehen. Für mich jedenfalls der Anlass zukünftige Fahrten und die Teilnahme an solchen Veranstaltungen zu überdenken. Ich habe halt keine Lust, den ganzen Tag am Auto zu sitzen und aufzupassen…

 

Wir waren dabei „Belle Époque trifft Motorblock“

Am frühen Morgen des vergangenen Sonntags zog es den Tobi mit seinem Agent Orange und mich mit dem Blauen ins nahegelegene Lüdenscheid. Dort veranstalteten die „Oldtimerfreunde im Sauerland“ ihr markenoffenes Ein-Tages-Treffen an der historischen Schützenhalle, genannt „Belle Époque trifft Motorblock“.

Es wurde ein buntes Sammelsurium an Fahrzeugen der verschiedensten Klassen geboten. Obwohl die Veranstaltung offiziell den Fahrzeugen bis Baujahr 1979 vorbehalten war, entschieden die Veranstalter bei jüngeren Semestern mit einem gut geschulten und gesunden Augenmaß. So fanden sich neben Hot-Rods und den üblichen Brot-und-Butter-Autos der 60/70er, einigen Preziosen der 20/30er Jahre, auch die Youngtimer der 80er und damit für jeden Geschmack etwas.

Hier eine kleine Bildauswahl, da ich die Kamera vergessen hatte und nur das Handy zum knipsen zur Verfügung stand.

Insgesamt war es eine stimmige Veranstaltung, es herrschte ein Kommen und Gehen an Besuchern und Fahrzeugen, ohne Hektik aufkommen zu lassen. Auch die Bewirtung bot für alle Geschmäcker und zu zivilen Preisen etwas. Das Ganze war für Teilnehmer und Besucher kostenlos und es gab sogar noch eine Willkommenstüte mit der ein oder anderen Überraschung.

Fazit: Top! Wenn es passt, sind wir im nächsten Jahr wieder dabei!

Mal wieder den Blauen rausgekramt

Gestern Abend nutzte ich das schöne Wetter und den anstehenden Stammtisch der Käfertreter Siegerland und kramte nach längerer Zeit mal wieder den Blauen aus der Garage. Knappe 3 Stunden den Akkujogger an die Batterie und 4-5 Mal geleiert um den guten Sprit in die Vergaser zu pumpen und los ging es. Nach den ersten Metern stellte sich auch endlich mal wieder das rundum Dauergrinsen ein.

Auf dem Weg sah ich noch diesen hübschen Porsche 944 und endlich mal wieder ein Cabrio, das mit offenem Dach gefahren wurde!

Beim anschließenden Stammtisch waren dieses Mal die Typ3 in der Überzahl. Kurz nachdem diese Bilder entstanden sind, trudelte nämlich noch ein beiges Langschnauzer-Fliessheck ein.

 

Ein Lichtblick

Da kommste heim und die Jungs von CSP haben fix geliefert! Vorgestern spät abends bestellt und heute schon da…

Auch wenn es noch einige Zeit dauert, bis u.a. diese Teile in den Blauen wandern dürfen. Ein kleiner Lichtblick ist es schon!

Da es im Moment die Benzinpumpe mit Relais und Kabelsatz dort zum Angebotspreis gibt, musste ich schon mal zuschlagen. Beim Dreh-Gasgestänge war ich lange Zeit unschlüssig, ob mit oder ohne Leerlaufentkopplung. Aber zu guter Letzt habe ich mich für die Oldschoolvariante „ohne“ entschieden. Zumal ja auch noch weitere Investitionen auf Getriebe-, Hinterachs- und Motorseite anstehen…

Es bleibt spannend! Stay tuned!

Parkplatztreffen der Oldtimerfreunde Kreuztal

Am Sonntag fand wieder das zwanglose Parkplatztreffen der Oldtimerfreunde Kreuztal statt. Also machten sich der Franky, der Tobi und meiner einer bei bestem Wetter auf den Weg.

Auf dem Parkplatz angekommen, wurden wir wieder nicht enttäuscht. Erstaunlich was da noch alles so an unbekanntem Blech im Siegerland unterwegs ist!

Einer meiner Favoriten war die von NSU entwickelte und dann vom großen Konzern an der Aller unter der Bezeichnung „K 70“ auf den Markt gebrachte Limousine, die neben mir parkte. Im Renntrimm der 70er Jahre, nur ein Fahrersitz, sonst nix! Mit Hackmesserfelgen vom großen Bruder aus Zuffenhausen! Ganz große Klasse! Leider spiegelte die Sonne so dermaßen, dass ich kein vernünftiges Foto des Innenraums machen konnte.

Ansonsten waren auch wieder jede Menge Exoten wie ein dp-Porsche-Umbau, RO 80 und weitere vertreten. Bilder dieser weiteren Schönheiten findet ihr in der Galerie unter: http://s391.photobucket.com/user/Ralf0809/slideshow/Blogbilder/2015_06_28_OF%20Kreuztal

 

Besuch in der Klassikstadt Frankfurt

Am frühen Sonntagmorgen räumten zwei Bekloppte die A45, A5 und A661 auf fuhren die zwei liebenswerten Typ3-Fahrer aus dem Siegerland ins Nachbarland, genauer gesagt nach Frankfurt. Dort fand in der Klassikstadt Frankfurt ein Treffen der FIAT Fahrer statt.

Passen wir einigermaßen dazu und gibt bestimmt was nettes zu sehen. Dachten wir…

Angekommen und erst mal auf dem Besucherparkplatz zwischen die großen Jungs gestellt.

Die Location an sich, also die alten Fabrikhallen, ist echt schön anzuschauen und bietet für altes Blech ein gediegenes Ambiente.

Ansonsten? Nee, nix für uns mit unseren gefrickelten Kisten. Zu viel Bussi-Bussi-Prosecco-Gesellschaft. Zu viele Neuwagen in den Boxen. Was sollen fabrikneue Italiener und Briten dort? Was hat das mit Klassik zu tun? Wer allerdings einen JEANS-Käfer für 15.000 Steine oder eine Ente (950 km und Blankobrief?) für 20.000 T€uronen sucht, der ist hier genau richtig. Wir überlegten ja schon, unsere beiden Boliden im Pack für 50 anzubieten… cheeky

Also gabs ein Erfrischungsgetränk und danach den geordneten Rückzug über kleine Strassen des Taunus und Westerwaldes.

Survivor! 1968er Halbautomatik-Käfer

Am heiligen „Carfreitag“ habe ich mich mit dem Franky, einem Clubkameraden aus den Reihen der Käfertrteter Siegerland, auf den Weg ins benachbarte Rheinland-Pfalz gemacht um einen in der Zeitschrift „Oldtimer-Markt“ inserierten Käfer zu begutachten und evtl. zu kaufen. Der Franky ist nämlich ganz schön auf Entzug, seit er vor knapp 2 Jahren seinen geliebten 1303 aus persönlichen Gründen verkaufen musste. wink

Inseriert war ein: 1968er Halbautomatic mit 1500er H-Motor, aus erster Hand, mit 105.000 km, perfektem Innenraum (allerdings neuem Teppich) und das Ganze gegen Gebot. Wir waren die dritten und letzten, die sich dann gestern das Auto anschauen und unser Gebot abgeben konnten. Ob es wirklich so war oder Taktik? Who knowes?

Als wir ankamen, empfing uns folgendes Bild:

Ein auf den ersten Blick äußerlich gepflegtes Exemplar in „Chinchilla“ (Grau) mit leichten Gebrauchsspuren, einem vor knapp 35 Jahren „zweckmäßig“ reparierten Unfallschaden vorne. Die Stoßstangen in sehr gutem Chrom und sogar noch mit den originalen dicken Gummileisten!

Der Innenraum überzeugte mit (vom neuen Teppichboden mal abgesehen) Originalität, einem unverbastelten Armaturenbrett, nicht durchgessenen Sitzen in schwarzem Kunstleder und einem makellosen Himmel.

Über die Historie ist folgendes bekannt: Am 01.04.1968 als Neuwagen vom damaligen V*lkswagenhändler „Max Moritz“ an eine Krankenschwester verkauft und im Kreis Reutlingen zugelassen. Dann 1979 der besagte Unfall und die Zuteilung eines neuen Kennzeichens auf die gleiche Halterin. Wahrscheinlich ging dabei das vordere verloren, daher das Prozedere. Danach verliert sich etwas die Spur, er wurde abgemedet, aber es wurde keine neue Zulassung eingetragen. Das Auto soll seit ca. 1983 bei einem Messi sauber und trocken gestanden haben, von dessen Erben es der Verkäufer dann 2014 erwarb. Von den Belegen (Kaufvertrag, Rechnungen, etc.) und der Kilometerleistung nachvollziehbar.

Mit den Ergebnissen der Besichtigung, dem bestandenen Magnettest an den neuralgischen Stellen und einer taxierten Zustandsnote 3- gaben wir unser Gebot ab. Nach kurzer Beratung der Verkäuferfamilie bekam der Franky dann den Zuschlag. Formalitäten erledigt, Geld auf den Tisch des Hauses, schnell zurück nach Freudenberg, den Anhänger geholt und das Schätzchen beim Franky geparkt.

Jetzt stehen noch kleinere Arbeiten am Motor an, bevor TÜV und Zulassung erledigt werden können. Entweder hat die Membrane der Benzinpumpe einen Hau weg oder der Schwimmer im Vergaser. Jedenfalls ist etwas Benzin im Öl… frownDies ist einer der wenigen Negativpunkte auf der Liste. Danach kann dann im „Frankystyle“ geschmückt werden und wieder ist ein Krabbler mehr auf den Strassen der Republik unterwegs.

Ich hätte ja ganz andere Pläne damit. Umbau auf Schaltgetriebe, netter 1776er mit 40er Weberlis, schöne Keilform, hinten dicke Pellen, Lenkrad und Shifter, fertig ist ein geiler Late-Looker…   laugh