DasDragDay #14

Am vergangenen WE fand ja zum 14. Mal in Bitburg das Kräftemessen der luftgekühlten Szene auf dem Programm, auch DDD#14 genannt. Da ich allerdings Freitag abends noch einen nicht verschiebbaren Termin hatte und der Blaue eh etwas „lahmt“, buchte ich ein Zimmer im nahe gelegenen Hotel und reiste Samstag früh mit dem Alltagskombi an. Fühlte sich irgendwie „falsch“ an…

Tobi hatte den „Agent Orange“ ebenfalls im heimischen Stall gelassen und so war von unserer S.O.R.G. nur der „Lange“ am Start. Das aber richtig! Irgendwie wollte sein Grüner schon Samstags nicht so richtig los galoppieren. Zuerst hatte er die testweise montierten Slicks im Verdacht. Die waren es aber nicht. Nein, am Sonntag wurde der Drehzahlmesser als Übeltäter dingfest gemacht. Dieser entpuppte sich nämlich eher als Drehzahlbegrenzer und riegelte ab. Also flugs abgeklemmt und schon waren niedrige 12,5er Zeiten drin. Hut ab und auch hier an dieser Stelle noch mal Glückwunsch an den Gerd!

Ansonsten war es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten und Wegbegleitern der letzten Jahre. Viel Gebabbel, Händeschütteln und Schulterklopfen. Schade ist, dass immer mehr Turbos und Fremdmotoren Einzug halten. Ich wünschte mir  mal die Einführung einer „Public Race Old School Klasse“. Nur Sauger, maximal 1,8er Typ 1 oder 2,2er Typ 4, mit Doppelvergasern. Sowas zum Beispiel

 

Leider schlichen sich gegen Samstag Abend bei mir erste Anzeichen einer „TMG“ (Anm.: Tödliche Männer Grippe) ein, so dass ich zeitig im Hotelbettchen lag und am Sonntag auch beizeiten wieder den Abflug machte. Nächstes Jahr wird es wieder mit dem Blauen sein. Versprochen!

Hier noch eine kleine Auswahl meiner Bilder. Seit langem mal wieder mit der richtigen Cam und nicht dem Handy geschossen.

 

 

Flanksteak grillen

Schon lange stand es auf der To-Do-Liste meiner BBQ Leidenschaft. Flanksteak vom Rind. Manchmal auch als Roastbeef für Arme beschrieben und leider beim Zuschnitt deutscher Metzger selten berücksichtigt, wandert es oftmals in die Wurst oder das Hackfleisch. Vor kurzem aber war es im Angebot des örtlichen Großmarkts und landete im Einkaufswagen. Ein stattliches Stück (oder besser zwei) mit knapp 1,9 kg Gewicht. Im heimischen Kühlschrank durfte es dann noch einige Tage vor sich hin reifen.

Wer es einmal nachmachen möchte, der kann sich entweder durch Terabytes von Anleitungen im Netz wühlen oder sich grob nach meinem Ablauf richten. Grillen ist ja auch immer etwas Improvisation und Try & Error… 😉

Heute wurde es dann endlich befreit, um knappe 3 Stunden vor Verarbeitung auf Raumtemperatur zu kommen.

Eine knappe halbe Stunde vor der Vergrillung wird der Grill auf Temperatur gebracht, möchten wir doch dem Fleisch ein schönes Branding und damit die gewünschten Röstaromen verpassen. Wer eine separate Sizzlezone an seinem Gasi hat, nutzt natürlich diese. Währenddessen verpasse ich der Oberseite mit einem sehr scharfen Messer ein, nicht allzu tiefes, Rautenmuster. Nicht tiefer als 1 bis 2 Millimeter schneiden! Dies soll die Oberfläche vergrößern und damit mehr Röstaromen bilden. Danach werden beide Seiten mit etwas grobem Meersalz bestreut und etwas einmassiert. Wer mag, kann auch gerne die auf dem Markt mittlerweile erhältlichen Flüssigsalze verwenden. Ich bin da eher Oldschool unterwegs.

Jetzt kommt es (je nach Dicke) für ca. 2 Minuten direkt mit jeder Seite auf den heißen Grillrost (oder die Sizzlezone), wobei wer möchte auch durch drehen um 90° für das beliebte Karomuster sorgt. Puristen am Holzkohlegrill legen es auch gerne direkt auf die glühende Grillkohle!

Der Grill wird nun auf ca. 120° C eingeregelt, was natürlich etwas Erfahrung -oder ganz bequem, einen Zweitgrill- voraussetzt. Alternativ könnte man auch den Backofen bemühen. Jetzt wird nämlich das Fleisch mit der sogenannten „indirekten Methode“ auf die gewünschte Kerntemperatur gezogen. Je nach Qualität des Fleisches und persönlichem Geschmack ist „medium“ bis „medium-rare“ zu empfehlen. Wir wollten es bewusst etwas blutiger und wählten 48° Celsius.Der Grat auf dem man wandert, um eine Schuhsohle zu fabrizieren, ist bei maximal 2-3 Zentimeter maximaler Fleischdicke, naturgemäß ein sehr schmaler!

Hilfreich ist hier auf jeden Fall ein Einstechthermometer. Hat man soweit alles richtig gemacht, das Fleisch noch 2 Minuten ruhen lassen, kann man es aufschneiden und servieren. Auf jeden Fall sollte man es quer zur Faser schneiden, da es doch sehr lange Fleischfasern besitzt! Das von uns gekaufte war extrem zart, so daß die niedrige Kerntemperatur nichts ausmachte.

Das hintere Ende war noch sehr blutig, aber extra so gewählt, da ich damit morgen etwas „ausprobieren“ möchte…

 

 

Nachtrag: Gestern gab es dann die Reste als „Leftover-Meal“ auf ein Sandwich gepackt. Zusammen mit karamelisierten Balsamicozwiebeln, Parmesan und „The Shed BBQ-Sauce“. Leckerschmecker! Aber sowas von!

Treffen und Teilemarkt der „Oldtimerfreunde Kreuzal“ am 14.08.2016

Da in diesem Jahr aus bekannten Gründen der Urlaub ausfällt, ergab sich mal wieder die Gelegenheit, am Treffen teilzunehmen und über den Teilemarkt zu schlendern.

Es kamen Fahrzeuge verschiedenster Arten und Baujahre zusammen und einige „Händler“ boten ihre Ware an. In Ausrufezeichen deshalb, da es ausschließlich private Sammler und Jäger waren, die ihre Schätze anboten. Keine professionellen Abzocker…

Leider wurde dem Blauen ein ziemlicher Kratzer am linken Seitenteil zugefügt. 🙁 Ob mutwillig durch einen Autohasser, ein schlechterzogenes Kind oder einen der unzähligen Radl-Rentner? Läßt sich nicht mehr nachvollziehen. Für mich jedenfalls der Anlass zukünftige Fahrten und die Teilnahme an solchen Veranstaltungen zu überdenken. Ich habe halt keine Lust, den ganzen Tag am Auto zu sitzen und aufzupassen…

 

Deutsche Grillmeisterschaft 2016 in Fulda

Am gestrigen Samstag sind Sabine und ich mal kurzentschlossen nach Fulda gefahren, um einen Blick auf die dort stattfindende „Deutsche Grillmeisterschaft 2016“ zu werfen und die ein oder andere Inspiration „aufzusaugen“. Vorab sei gesagt: Es hatte sich gelohnt! 😉

Am Eingang zum Messegelände begrüßte uns dieser übergroße Bruder des eigenen Grillsportgerätes.

Wir entrichteten unseren Obolus von 5,00 € für das Tagesticket und stürzten uns ins Getümmel. Bereits um 11:00 Uhr war schon einiges los und der leckere Duft von vielen Grillgerichten waberte über das Gelände.

Neben den teilnehmenden Teams, die mittlerweile auch in der Amateurklasse sehr profihaft um den Titel des Deutschen Grillmeisterschaft kämpfen, waren auch viele gewerbliche Stände von Rang und Namen vertreten. Ausgerichtet wird die Meisterschaft von der „German Barbecue Association“, kurz GBA gennannt und unter www.gbaev.de zu ereichen.

Am Samstag können sich die Teams aufwärmen, es stand die Prämierung des besten Gerichts aus dem Dutch Oven, durch das Publikum auf dem Programm. Viele hatten schon fertig geschnippelt und die Zutaten schmorten gemeinsam mit den vorgegebenen Schweinebäckchen in den Feuertöpfen, bevor um 13:00 Uhr die Verkostung stattfand.

So ein DO hat es uns ja schon seit einiger Zeit angetan und das Glück war auf unserer Seite und die Jagd erfolgreich. Einer der Händler machte einen echt guten Preis und wir erstanden unser persönliches „Starterpaket“. Bestehend aus einem Petromax ft9, sowie einer Kastenform und einem Deckelheber aus gleichem Haus. Jetzt muss ich mich wirklich mal sputen und zu Hause an den Bau eines DO-Tisches mit Windschutz machen. Die Tonne dazu steht ja schon lange auf der Terrasse rum…

Weiter ging es auf dem Gelände und es gab einiges an tollen Grill Ideen zu sehen. Sei es dieser ellenlange Spieß oder das zubereiten leckerer Sachen.

Zwischendurch stärkten wir uns an einem echt guten PP-Burger und einem leckeren naturtrüben Bierchen, natürlich in alkoholfreier Ausführung…

Danach ging unser Einkaufs- und Inspirationsbummel weiter, wir probierten verschiedene Schweinebäckchengerichte, vergaben unsere Stimme per Stimmzettel, bevor wir am späten Nachmittag die Heimreise antraten.

Für die Teams steht am heutigen Sonntag die „Schlacht“ um den Titel an. Es muss ein komplettes, mehrgängiges Menü an die Jury übergeben werden und dann darf sich das Siegerteam mit dem Titel schmücken. Meins isses nicht, aber wem es halt gefällt…

Wir spielen lieber eine Runde Minigolf auf dem neuen Platz in Siegen und weihen später den DO mit einem leckeren Gericht für heute Abend ein! 😉

Stay tuned!

 

Wir waren dabei „Belle Époque trifft Motorblock“

Am frühen Morgen des vergangenen Sonntags zog es den Tobi mit seinem Agent Orange und mich mit dem Blauen ins nahegelegene Lüdenscheid. Dort veranstalteten die „Oldtimerfreunde im Sauerland“ ihr markenoffenes Ein-Tages-Treffen an der historischen Schützenhalle, genannt „Belle Époque trifft Motorblock“.

Es wurde ein buntes Sammelsurium an Fahrzeugen der verschiedensten Klassen geboten. Obwohl die Veranstaltung offiziell den Fahrzeugen bis Baujahr 1979 vorbehalten war, entschieden die Veranstalter bei jüngeren Semestern mit einem gut geschulten und gesunden Augenmaß. So fanden sich neben Hot-Rods und den üblichen Brot-und-Butter-Autos der 60/70er, einigen Preziosen der 20/30er Jahre, auch die Youngtimer der 80er und damit für jeden Geschmack etwas.

Hier eine kleine Bildauswahl, da ich die Kamera vergessen hatte und nur das Handy zum knipsen zur Verfügung stand.

Insgesamt war es eine stimmige Veranstaltung, es herrschte ein Kommen und Gehen an Besuchern und Fahrzeugen, ohne Hektik aufkommen zu lassen. Auch die Bewirtung bot für alle Geschmäcker und zu zivilen Preisen etwas. Das Ganze war für Teilnehmer und Besucher kostenlos und es gab sogar noch eine Willkommenstüte mit der ein oder anderen Überraschung.

Fazit: Top! Wenn es passt, sind wir im nächsten Jahr wieder dabei!

Mal wieder den Blauen rausgekramt

Gestern Abend nutzte ich das schöne Wetter und den anstehenden Stammtisch der Käfertreter Siegerland und kramte nach längerer Zeit mal wieder den Blauen aus der Garage. Knappe 3 Stunden den Akkujogger an die Batterie und 4-5 Mal geleiert um den guten Sprit in die Vergaser zu pumpen und los ging es. Nach den ersten Metern stellte sich auch endlich mal wieder das rundum Dauergrinsen ein.

Auf dem Weg sah ich noch diesen hübschen Porsche 944 und endlich mal wieder ein Cabrio, das mit offenem Dach gefahren wurde!

Beim anschließenden Stammtisch waren dieses Mal die Typ3 in der Überzahl. Kurz nachdem diese Bilder entstanden sind, trudelte nämlich noch ein beiges Langschnauzer-Fliessheck ein.

 

Neue hitzebeständige Silikon-Grillhandschuhe

Heute war ich im „Thomas P…“, einem Sonderpostenmarkt, um mir Nachschub an Yum-Yum-Instantnudelgerichten zu holen. Beim stöbern in der Haushaltswarenecke entdeckte ich diese hitzebeständigen Silikon-Grillhandschuhe. Bis auf die Farbe und das fehlende Logo sehen die aus wie die schwarzen eines bekannten Grillzubehör-Shops. Kosten aber dafür auch nicht ganz 5,00 € das Stück. An Farben stehen neben dem Lila noch Rot, Orange und Dunkelbraun zur Verfügung. Die Hitzebeständigkeit wird mit 270° C angegeben. Ein Praxistest folgt…

10er Bloggeburtstag!

Hallo! Haaaaaallloooooooooooooooooooooooooooooo!!!

Liest hier noch jemand mit? Kommentieren tut ja schon lange keiner mehr. Da kann man sich das bloggen ja auch gleich ganz sparen. Egal, ich schreib mal noch was. Habe ja erst den Vertrag mit dem Hoster um ein weiteres Jahr verlängert.

Vor genau 10 Jahren fing ich mit dem bloggen an. Bloggen kam damals auch für die breite Masse total in Mode und so schloss meine, seit 1999 betriebene und mit dem damals üblichen statischen Content und JAVA gefüllte Webseite ihre Pforten. Die hatte ihren Ursprung im Motorradhobby und den vielen Reisen, welches ich aber 2004 aufgab und damit war dort erst mal Sendepause angesagt.

Das erste Blog als „Typ3Typ“ und überwiegend mit Storys aus der luftgekühlten Szene eröffnete ich über „Blogger.de“, die später dann von „blogspot“ übernommen wurden. War aber irgendwie nicht so das richtige für mich und ich wechselte zu „myblog.de“… Die hatten halt den besten WYSIWYG Editor und das war für so einen DAU wie mich und die zu der Zeit dort vertretenen drölfzigtausend Magermöchtegernmodebloggerinnen genau das richtige. 😉

Ständige Serverausfälle und Umstellungen an der dortigen Software, sowie der plötzliche Tod des Betreibers der Hostingplattform für meine Bilder, ließen mich jedoch bald nach einer Alternative Ausschau halten. Seitdem lege ich meine Bilder auf einem US-Server ab und habe die Blogseite bei einem Anbieter aus Rheinhessen gehostet. Von 2009 an bis Februar 2016 lief dort die Software von „serendipty“, welche jedoch auf Grund ständiger Spam-Attacken und unsicherer Hintertürchen gegen „WordPress“ ausgetauscht wurde.

Leider wurden die Blogs ja immer mehr vom „Gesichterbuch“ verdrängt und ich habe immer mehr das Gefühl, dass auch hier keiner mehr mitliest. Sicherlich bin ich da nicht ganz unschuldig dran, haben sich doch sowohl die Inhalte und Themen etwas gewandelt, als auch die Frequenz meiner Beiträge rapide abgenommen.  🙁 Auch haben sich viele Blogs mittlerweile in reine SEO-Schleudern und (halb)kommerzielle Plattformen einiger weniger (Möchtegern)Journalisten und Marketingagenturen gewandelt. Wo ist das alte „Bloggershausen“ mit all seinen unterschiedlich geprägten Bewohnern geblieben?

Daher stellt sich mir die Frage: Weitermachen oder im Juni 2017 schließen?

Was meint ihr dazu? Gerne könnt ihr eure Meinung in den Kommentaren kundtun!

Kleine Vergrillung am „National Burger Day“

Na, was wirft man an diesem Tag auf die Roste? Rüchtüüch, gewolftes Rindfleisch!
Gestern abend noch beim Schlachthof 3 kg bestes Rind durch den Wolf jagen lassen, anschließend im Großmarkt Buns (jaaaa, irgendwann backen wir die auch noch selbst) und einige sonstige Zubehöre gekauft.

Heute ging es dann in dieser Reihenfolge weiter:

1. Erst mal 12 Stück Paddies a 165 Gramm gepresst

2. Eine große Metzgerzwiebel in der Wokpfanne auf dem Seitenbrenner mit etwas Butter anbraten

Wenn die Zwiebeln angebraten sind, final mit etwas Whiskey (ein günstiger reicht vollkommen aus) ablöschen

3. In der Zwischenzeit kommen dann die Paddies auf den Rost und wer möchte, kann auf der Gussplatte noch Bacon, Scampies (wenn man z.B. Turf-and-Surf-Burger anbieten möchte) oder Gemüse anbraten.

Auf der Warmhaltezone röste ich immer die Buns (Brötchen) etwas an

Wer möchte, der bekommt auch noch eine Scheibe Schmelzkäse obenauf. Die schmiegt sich dann so schön an den Paddie an, wie das Kostüm von Supermann.

Dann ist alles fertig und so standen heute drei Burgervariationen der hungrigen Meute zur Auswahl
Texas-BBQ-Burger (Käse, Whiskeyzwiebeln, Bacon und Sweet-and-Spicy-Sauce)

Baton-Rouge-Mississippi-Burger (Käse, Coleslaw, Sweet-Honey-Sauce)

…und natürlich darf der Classic-Cheeseburger nicht fehlen. Viele sind ja nicht sehr experimentierfreudig wenn es um Burger geht.

Das war eine zünftige Burgervergrillung im Anschluss an die Arbeiten am Haus und im Garten, ganz nach meinem Geschmack. Zünftig in Latzhose und mit Strohhut, bei schwül-warmen Wetter. Wie die Rednecks in den dunklen Wäldern…

Zum ersten Mal Pulled Pork Burger selbst gemacht

Man glaubt es kaum. Seit 8 Jahren bin ich nun schon mit schwerem Gerät am grillen und noch nie habe ich mich daran getraut, „Pulled Pork“ selbst zu machen. Das musste geändert werden und so stand für gestern ein Punkt der Tagesagenda fest.

Begonnen habe ich um 10:00 Uhr, mit dem Vorbereiten und Anheizen des Grills. Fertig und servierbereit war das PP um 20:00 Uhr! Man muss sich dafür wirklich Zeit nehmen. Also nix für auf  die Schnelle oder wenn die Familie mit Essbesteck und Geschirr ausgestattet im Hintergrund wie eine ausgehungerte Wolfsmeute nach einem strengen Winter wartet.  😉

Für alle Interessierten Leser habe ich den Ablauf hier mal mit Bildern aufbereitet. Wer möchte, kann das Rezept auch gerne als PDF (2 Seiten A4) per Mail erhalten.

I. Vorbereiten des Fleischs

  1. ca. 2-3 kg Schweineschulter oder -nacken (gerne gut durchwachsen) vom Metzger des Vertrauens abholen und eine kurze Gedenkminute für das fleissige Schweinchen einlegen

  1. Grobe Fettstücke außen entfernen, das Fleisch mit Küchenkrepp kurz abtupfen und dann „einsenfen“. Meiner Meinung nach reicht ein mittelscharfer Senf hier vollkommen aus.

  1. Nun „rubben“ (z.B. „Don Marcos/Texas Style“; „Magic Dust“ oder Eigenkreation), bis das Fleisch außen schön trocken ist. Lieber beim Einkauf/Mischen des Rubs etwas großzügiger kalkulieren

  1. Entweder vakuuminiren oder eng in 3 Lagen Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 12-24 Stunden zum ruhen in den Kühlschrank legen

  1. Am Morgen des PP-Events das Fleisch aus dem Kühlschrank holen und vor dem Auflegen auf den Grill auspacken und mit der Flüssigkeit, welche ich auch zum „moppen“ nehmen werde, in Abständen von ca. 2-3 cm „spritzen“. Hierzu mische ich ¼ l Apfelsaft + ¼ l Apfelessig + 2 EL brauner Zucker + 2 EL Rub + einige Spritzer Worcestershiresauce) an.

II. Ablauf des Grillens (Gasgrill BroilKing Baron 590)

  1. Grillroste über Brenner 3 und 4 entfernen und Grillwanne einsetzen

  1. Grillwanne mit Flüssigkeit (½ l Apfelsaft / ½ l Apfelessig / ¼ l Wasser) füllen

  1. Temperatur im Grill mit Brenner 1 und 2 auf 115°C einregeln und das Fleisch indirekt (d.h. auf einen in der Grillwanne stehenden Rost oder darüber liegenden Backofenrost) auflegen. Bei niedrigeren Außentemperaturen oder viel Wind und freistehendem Grill, kann man auch noch Brenner 5 zur Unterstützung nehmen.

  1. Die 1. Plateauphase wird relativ zügig, zwischen ca. 65°C und 70°C Kerntemperatur (KT) erreicht

  1. Nun heißt es Geduld bewahren und abwarten. Rasenmähen, Fensterstreichen, den Hund betüddeln oder ähnliches hilft dabei ungemein 🙂

  1. Bei Erreichen von 75°C KT zum 1. Mal „moppen“. Stetiges aufs Thermometer starren hilft da nix, sondern wieder nur Geduld… Weiter heißt es, nicht in Panik zu verfallen, sondern die Ruhe zu bewahren. Da die Uhr nun schon weiter fortgeschritten sein dürfte, steht einem ersten Gerstensaft nichts im Weg 😉

  1. Erreichen der 2. Plateauphase zwischen 78°C und 82°C KT

  1. Bei Erreichen von 80°C KT zum 2. Mal „moppen“

  1. Bei Erreichen von 90°C KT zum 3. Mal „moppen“

  1. Nun abschließend die KT auf 92°C ziehen lassen. Keinesfalls die Temperatur am Grill erhöhen. Das Fleisch soll ja seinen Eigensaft behalten.

  1. Fleisch für ca. ½ Stunde in Alufolie einschlagen und in einer, mit 2 Flaschen heißen Wassers vorgewärmten Kühlbox ruhen lassen, damit sich der Saft im Fleisch schön verteilen kann

III. Pullen

  1. Glasschale (oder Auflaufform) mit Deckel vorwärmen (z.B. im ausgeschalteten Grill)

  1. Fleisch in der Schale mit 2 Gabeln (kein Messer verwenden!) PULLEN und vor dem Servieren in die vorgewärmte Schale geben. Besser und stilechter geht es mit speziellen „Meat Claws“.

IV. Servieren

Selbstgemachter Coleslaw!!!

  1. Pulled Pork auf die untere Hälfte des Brötchens geben (falls zu saftig, Salatblatt unterlegen)

  1. Ganz nach Geschmack mit einer BBQ-Sauce würzen

  1. Coleslaw (Krautsalat) und Brötchendeckel drauf uuuuuuuuund…

…Guten Hunger!

-YIHAAA-