Wir waren dabei „Belle Époque trifft Motorblock“

Am frühen Morgen des vergangenen Sonntags zog es den Tobi mit seinem Agent Orange und mich mit dem Blauen ins nahegelegene Lüdenscheid. Dort veranstalteten die „Oldtimerfreunde im Sauerland“ ihr markenoffenes Ein-Tages-Treffen an der historischen Schützenhalle, genannt „Belle Époque trifft Motorblock“.

Es wurde ein buntes Sammelsurium an Fahrzeugen der verschiedensten Klassen geboten. Obwohl die Veranstaltung offiziell den Fahrzeugen bis Baujahr 1979 vorbehalten war, entschieden die Veranstalter bei jüngeren Semestern mit einem gut geschulten und gesunden Augenmaß. So fanden sich neben Hot-Rods und den üblichen Brot-und-Butter-Autos der 60/70er, einigen Preziosen der 20/30er Jahre, auch die Youngtimer der 80er und damit für jeden Geschmack etwas.

Hier eine kleine Bildauswahl, da ich die Kamera vergessen hatte und nur das Handy zum knipsen zur Verfügung stand.

Insgesamt war es eine stimmige Veranstaltung, es herrschte ein Kommen und Gehen an Besuchern und Fahrzeugen, ohne Hektik aufkommen zu lassen. Auch die Bewirtung bot für alle Geschmäcker und zu zivilen Preisen etwas. Das Ganze war für Teilnehmer und Besucher kostenlos und es gab sogar noch eine Willkommenstüte mit der ein oder anderen Überraschung.

Fazit: Top! Wenn es passt, sind wir im nächsten Jahr wieder dabei!

Mal wieder den Blauen rausgekramt

Gestern Abend nutzte ich das schöne Wetter und den anstehenden Stammtisch der Käfertreter Siegerland und kramte nach längerer Zeit mal wieder den Blauen aus der Garage. Knappe 3 Stunden den Akkujogger an die Batterie und 4-5 Mal geleiert um den guten Sprit in die Vergaser zu pumpen und los ging es. Nach den ersten Metern stellte sich auch endlich mal wieder das rundum Dauergrinsen ein.

Auf dem Weg sah ich noch diesen hübschen Porsche 944 und endlich mal wieder ein Cabrio, das mit offenem Dach gefahren wurde!

Beim anschließenden Stammtisch waren dieses Mal die Typ3 in der Überzahl. Kurz nachdem diese Bilder entstanden sind, trudelte nämlich noch ein beiges Langschnauzer-Fliessheck ein.

 

Neue hitzebeständige Silikon-Grillhandschuhe

Heute war ich im „Thomas P…“, einem Sonderpostenmarkt, um mir Nachschub an Yum-Yum-Instantnudelgerichten zu holen. Beim stöbern in der Haushaltswarenecke entdeckte ich diese hitzebeständigen Silikon-Grillhandschuhe. Bis auf die Farbe und das fehlende Logo sehen die aus wie die schwarzen eines bekannten Grillzubehör-Shops. Kosten aber dafür auch nicht ganz 5,00 € das Stück. An Farben stehen neben dem Lila noch Rot, Orange und Dunkelbraun zur Verfügung. Die Hitzebeständigkeit wird mit 270° C angegeben. Ein Praxistest folgt…

10er Bloggeburtstag!

Hallo! Haaaaaallloooooooooooooooooooooooooooooo!!!

Liest hier noch jemand mit? Kommentieren tut ja schon lange keiner mehr. Da kann man sich das bloggen ja auch gleich ganz sparen. Egal, ich schreib mal noch was. Habe ja erst den Vertrag mit dem Hoster um ein weiteres Jahr verlängert.

Vor genau 10 Jahren fing ich mit dem bloggen an. Bloggen kam damals auch für die breite Masse total in Mode und so schloss meine, seit 1999 betriebene und mit dem damals üblichen statischen Content und JAVA gefüllte Webseite ihre Pforten. Die hatte ihren Ursprung im Motorradhobby und den vielen Reisen, welches ich aber 2004 aufgab und damit war dort erst mal Sendepause angesagt.

Das erste Blog als „Typ3Typ“ und überwiegend mit Storys aus der luftgekühlten Szene eröffnete ich über „Blogger.de“, die später dann von „blogspot“ übernommen wurden. War aber irgendwie nicht so das richtige für mich und ich wechselte zu „myblog.de“… Die hatten halt den besten WYSIWYG Editor und das war für so einen DAU wie mich und die zu der Zeit dort vertretenen drölfzigtausend Magermöchtegernmodebloggerinnen genau das richtige. 😉

Ständige Serverausfälle und Umstellungen an der dortigen Software, sowie der plötzliche Tod des Betreibers der Hostingplattform für meine Bilder, ließen mich jedoch bald nach einer Alternative Ausschau halten. Seitdem lege ich meine Bilder auf einem US-Server ab und habe die Blogseite bei einem Anbieter aus Rheinhessen gehostet. Von 2009 an bis Februar 2016 lief dort die Software von „serendipty“, welche jedoch auf Grund ständiger Spam-Attacken und unsicherer Hintertürchen gegen „WordPress“ ausgetauscht wurde.

Leider wurden die Blogs ja immer mehr vom „Gesichterbuch“ verdrängt und ich habe immer mehr das Gefühl, dass auch hier keiner mehr mitliest. Sicherlich bin ich da nicht ganz unschuldig dran, haben sich doch sowohl die Inhalte und Themen etwas gewandelt, als auch die Frequenz meiner Beiträge rapide abgenommen.  :-( Auch haben sich viele Blogs mittlerweile in reine SEO-Schleudern und (halb)kommerzielle Plattformen einiger weniger (Möchtegern)Journalisten und Marketingagenturen gewandelt. Wo ist das alte „Bloggershausen“ mit all seinen unterschiedlich geprägten Bewohnern geblieben?

Daher stellt sich mir die Frage: Weitermachen oder im Juni 2017 schließen?

Was meint ihr dazu? Gerne könnt ihr eure Meinung in den Kommentaren kundtun!

Kleine Vergrillung am „National Burger Day“

Na, was wirft man an diesem Tag auf die Roste? Rüchtüüch, gewolftes Rindfleisch!
Gestern abend noch beim Schlachthof 3 kg bestes Rind durch den Wolf jagen lassen, anschließend im Großmarkt Buns (jaaaa, irgendwann backen wir die auch noch selbst) und einige sonstige Zubehöre gekauft.

Heute ging es dann in dieser Reihenfolge weiter:

1. Erst mal 12 Stück Paddies a 165 Gramm gepresst

2. Eine große Metzgerzwiebel in der Wokpfanne auf dem Seitenbrenner mit etwas Butter anbraten

Wenn die Zwiebeln angebraten sind, final mit etwas Whiskey (ein günstiger reicht vollkommen aus) ablöschen

3. In der Zwischenzeit kommen dann die Paddies auf den Rost und wer möchte, kann auf der Gussplatte noch Bacon, Scampies (wenn man z.B. Turf-and-Surf-Burger anbieten möchte) oder Gemüse anbraten.

Auf der Warmhaltezone röste ich immer die Buns (Brötchen) etwas an

Wer möchte, der bekommt auch noch eine Scheibe Schmelzkäse obenauf. Die schmiegt sich dann so schön an den Paddie an, wie das Kostüm von Supermann.

Dann ist alles fertig und so standen heute drei Burgervariationen der hungrigen Meute zur Auswahl
Texas-BBQ-Burger (Käse, Whiskeyzwiebeln, Bacon und Sweet-and-Spicy-Sauce)

Baton-Rouge-Mississippi-Burger (Käse, Coleslaw, Sweet-Honey-Sauce)

…und natürlich darf der Classic-Cheeseburger nicht fehlen. Viele sind ja nicht sehr experimentierfreudig wenn es um Burger geht.

Das war eine zünftige Burgervergrillung im Anschluss an die Arbeiten am Haus und im Garten, ganz nach meinem Geschmack. Zünftig in Latzhose und mit Strohhut, bei schwül-warmen Wetter. Wie die Rednecks in den dunklen Wäldern…

Zum ersten Mal Pulled Pork Burger selbst gemacht

Man glaubt es kaum. Seit 8 Jahren bin ich nun schon mit schwerem Gerät am grillen und noch nie habe ich mich daran getraut, „Pulled Pork“ selbst zu machen. Das musste geändert werden und so stand für gestern ein Punkt der Tagesagenda fest.

Begonnen habe ich um 10:00 Uhr, mit dem Vorbereiten und Anheizen des Grills. Fertig und servierbereit war das PP um 20:00 Uhr! Man muss sich dafür wirklich Zeit nehmen. Also nix für auf  die Schnelle oder wenn die Familie mit Essbesteck und Geschirr ausgestattet im Hintergrund wie eine ausgehungerte Wolfsmeute nach einem strengen Winter wartet.  😉

Für alle Interessierten Leser habe ich den Ablauf hier mal mit Bildern aufbereitet. Wer möchte, kann das Rezept auch gerne als PDF (2 Seiten A4) per Mail erhalten.

I. Vorbereiten des Fleischs

  1. ca. 2-3 kg Schweineschulter oder -nacken (gerne gut durchwachsen) vom Metzger des Vertrauens abholen und eine kurze Gedenkminute für das fleissige Schweinchen einlegen

  1. Grobe Fettstücke außen entfernen, das Fleisch mit Küchenkrepp kurz abtupfen und dann „einsenfen“. Meiner Meinung nach reicht ein mittelscharfer Senf hier vollkommen aus.

  1. Nun „rubben“ (z.B. „Don Marcos/Texas Style“; „Magic Dust“ oder Eigenkreation), bis das Fleisch außen schön trocken ist. Lieber beim Einkauf/Mischen des Rubs etwas großzügiger kalkulieren

  1. Entweder vakuuminiren oder eng in 3 Lagen Frischhaltefolie einwickeln und für ca. 12-24 Stunden zum ruhen in den Kühlschrank legen

  1. Am Morgen des PP-Events das Fleisch aus dem Kühlschrank holen und vor dem Auflegen auf den Grill auspacken und mit der Flüssigkeit, welche ich auch zum „moppen“ nehmen werde, in Abständen von ca. 2-3 cm „spritzen“. Hierzu mische ich ¼ l Apfelsaft + ¼ l Apfelessig + 2 EL brauner Zucker + 2 EL Rub + einige Spritzer Worcestershiresauce) an.

II. Ablauf des Grillens (Gasgrill BroilKing Baron 590)

  1. Grillroste über Brenner 3 und 4 entfernen und Grillwanne einsetzen

  1. Grillwanne mit Flüssigkeit (½ l Apfelsaft / ½ l Apfelessig / ¼ l Wasser) füllen

  1. Temperatur im Grill mit Brenner 1 und 2 auf 115°C einregeln und das Fleisch indirekt (d.h. auf einen in der Grillwanne stehenden Rost oder darüber liegenden Backofenrost) auflegen. Bei niedrigeren Außentemperaturen oder viel Wind und freistehendem Grill, kann man auch noch Brenner 5 zur Unterstützung nehmen.

  1. Die 1. Plateauphase wird relativ zügig, zwischen ca. 65°C und 70°C Kerntemperatur (KT) erreicht

  1. Nun heißt es Geduld bewahren und abwarten. Rasenmähen, Fensterstreichen, den Hund betüddeln oder ähnliches hilft dabei ungemein :-)

  1. Bei Erreichen von 75°C KT zum 1. Mal „moppen“. Stetiges aufs Thermometer starren hilft da nix, sondern wieder nur Geduld… Weiter heißt es, nicht in Panik zu verfallen, sondern die Ruhe zu bewahren. Da die Uhr nun schon weiter fortgeschritten sein dürfte, steht einem ersten Gerstensaft nichts im Weg 😉

  1. Erreichen der 2. Plateauphase zwischen 78°C und 82°C KT

  1. Bei Erreichen von 80°C KT zum 2. Mal „moppen“

  1. Bei Erreichen von 90°C KT zum 3. Mal „moppen“

  1. Nun abschließend die KT auf 92°C ziehen lassen. Keinesfalls die Temperatur am Grill erhöhen. Das Fleisch soll ja seinen Eigensaft behalten.

  1. Fleisch für ca. ½ Stunde in Alufolie einschlagen und in einer, mit 2 Flaschen heißen Wassers vorgewärmten Kühlbox ruhen lassen, damit sich der Saft im Fleisch schön verteilen kann

III. Pullen

  1. Glasschale (oder Auflaufform) mit Deckel vorwärmen (z.B. im ausgeschalteten Grill)

  1. Fleisch in der Schale mit 2 Gabeln (kein Messer verwenden!) PULLEN und vor dem Servieren in die vorgewärmte Schale geben. Besser und stilechter geht es mit speziellen „Meat Claws“.

IV. Servieren

Selbstgemachter Coleslaw!!!

  1. Pulled Pork auf die untere Hälfte des Brötchens geben (falls zu saftig, Salatblatt unterlegen)

  1. Ganz nach Geschmack mit einer BBQ-Sauce würzen

  1. Coleslaw (Krautsalat) und Brötchendeckel drauf uuuuuuuuund…

…Guten Hunger!

-YIHAAA-

Das dunkle Tal ist durchschritten

Wie langjährige Leser hier und die Leute, die mich persönlich kennen ja wissen, trenne ich Berufs- und Privatleben recht streng voneinander ab. Hier im Blog z.B. wird man genauso wenig berufliches finden, wie auf meinem FB-Profil. Für Beruf und Karriere gibt es nämlich eigene und geeignetere Plattformen im WWW.

Nichtsdestotrotz ist es mir ein Bedürfnis, mir die nachfolgenden Zeilen von der Seele zu schreiben und in meinem Tagebuch hier festzuhalten. Wobei ich ausdrücklich anmerken möchte, dass hier weder „schmutzige Wäsche gewaschen“ wird, noch zum Rundumschlag ausgeholt wird!

Genau genommen begann es im letzten Frühjahr, als die Führungsspitze des Konzerns ausgewechselt wurde und sich daraufhin auch Änderungen im Vertrieb bemerkbar machten. Hellhörig hätte ich werden müssen, als der von mir in den letzten 4 Jahren aufgebaute und betreute neue Geschäftsbereich nicht wie geplant im 2. Quartal final in den Vertrieb übergeben werde konnte. Aber mit knapp 13 Jahren Betriebszugehörigkeit ist man zum einen etwas betriebsblind und denkt andererseits, man sei unverwundbar. „Geschisse“, wie der Hesse sagt. Soviel sei vorweg gesagt. :-)

So vergingen das Frühjahr, der Sommer und die Urlaubszeit. In der Woche nach meinem Sommerurlaub fuhr noch sogar noch nach Nordbayern um meinen alten Firmenwagen turnusmäßig gegen den neuen zu tauschen. In der Woche darauf kam dann vom „HRM“ ein Anruf, in dem man mich zum sogenannten „Personalgespräch“ einlud. Kenner unter der Leserschaft werden jetzt schon schmunzeln und können sich vorstellen, was dies zu bedeuten hatte. Auch mir war das sofort klar und ich war froh, eine Rechtsschutzversicherung zu haben, die auch solche Streitfälle abdeckt. Kurz und schmerzlos legte man mir dar, dass man in der Zukunft meine Dienste nicht mehr benötigt, einige/etliche Stellen gestrichen werden und überhaupt…

Es wäre gelogen, wenn ich jetzt behaupten würde ich hätte das einfach so hingenommen und es hätte mich gar nicht berührt. Ganz im Gegenteil. Ich sah mich immer als treuen und loyalen Mitarbeiter, als Teil des Unternehmens, schlug sogar Anfang letzten Jahres ein anderweitiges und lukratives Stellenangebot eines Marktbegleiters aus und stand da plötzlich in meinen kurzen Hosen, vor dem beruflichen Aus! Hilft alles nix, Arschbacken zusammengekniffen, die ganze Geschichte innerhalb kürzester Zeit „abgewickelt“ und noch das bestmögliche für mich heraus geholt.

Die Zeit meiner Freistellung begann am 15.09.2015 mit der Übergabe meiner „Home Office Ausstattung“ und war bis maximal 29.02.2016 terminiert. In meiner Naivität glaubte ich sogar, weit vor diesem Datum etwas finden zu können. Aber, wir erinnern uns an einige Abschnitte vorher: „Geschisse“, wie der Hesse sagt. Soviel sei vorweg gesagt. :-)

Als erstes wurde für den Familienhaushalt ein „Worst-Case-Plan“ festgelegt und für Hobby und Freizeit die Kosten-/Ausgabenbremse meinerseits für zukünftige Zeiten gezogen. Dies hieß für mich, die Kündigung der Halle zum Jahresende, verbunden mit deren Ausräumen und dem vorbereiten der heimischen, aber leider sehr engen Garage zum Einzug des Typ3 und diverser verbleibender Ersatzteile und Werkzeuge. Damit war ich an drei Tagen der Woche, bis Ende November voll beschäftigt. Ich hätte auf der Deponie ein Kundenkonto eröffnen können und Anhänger rangieren klappt seitdem auch einwandfrei. Des weiteren wurden Zeitschriftenabos gekündigt, sowie Sparverträge und Versicherungsbeiträge auf Eis gelegt. Parallel dazu habe ich unter Zuhilfenahme eines Bekannten an der Ausarbeitung meiner Bewerbungsunterlagen gefeilt. Mit etwas Ü50 kein so leichtes Unterfangen das Berufsleben der letzten 35 Jahre aufzuarbeiten, um im Wettkampf mit den jüngeren und (zumindest auf dem Papier) besser qualifizierten Bewerbern zu bestehen. Ich gehöre ja noch zu der Generation und dem gesellschaftlichen Stand, die in jungen Jahren ins Berufsleben geschubst wurden und Weiterbildung und Qualifikation an der Front stattfanden und nicht unbedingt Gott-weiß-wie zertifiziert wurden!

Kurz vor Weihnachten stand dann auch mein erster persönlicher Termin beim Arbeitsamt an. Ja, ich gebrauche immer noch diesen altmodischen Ausdruck und nicht das hippe „Agentur für Arbeit“! Dort wollte mir die junge und smarte Sachbearbeiterin erst mal klar machen, dass es für mich besser sei, vorweg Einbußen beim Gehalt zu machen und ich gar nicht erst an Förderung zur Selbstständigkeit oder Weiterbildungen zu denken habe! O-Ton: „Ein guter Außendienst verkauft einem Beduinen Sand!“ Selbst keinerlei Ahnung von irgendwas haben, studiert, gerade mal 4-5 Jahre Joberfahrung. Für solche Leute und deren Gehalt habe ich in der Vergangenheit Steuern/Abgaben bezahlt und 15 Monate beim Staat den Arsch hingehalten. Der Zulauf und die Klientel mancher Parteien wundert mich seitdem überhaupt nicht mehr…

Ein anderes Kapitel waren dann die Hippster der Personalvermittler/Headhunter, Selbstdarsteller in der Vertriebsleitung und sonstigen potentiellen Vorgesetzten, denen ich bei der Unzahl von geführten Vorstellungsgesprächen quer durch die Republik gegenüber saß. Leute, Leute! Da triffste auf Vögel, wirst gnadenlos angelogen und fragst dich, auf welche Stelle du dich beworben hast. Zur Erinnerung: Ich bewarb mich um Stellen als Außendienst-/Vertriebsmitarbeiter in der Industrie. Nicht als Konzernchef oder auf einen Vorstandsposten! Fließend Englisch, Französisch und Spanisch wird im B2B-Vertrieb im Raum des westlichen Mitteldeutschlands wohl eher nicht gesprochen und ist selbst innerhalb internationaler Konzerne nicht auf dieser Personalebene nötig. Dafür sind die mittlerweile im 3-Jahresrhytmus auszutauschenden Streber und Emporkömmlinge ab der Vertriebsleitungsebene da!

Was sich hier recht amüsant liest, belastete mich jedoch immer mehr. Man bekommt mit jedem Tag, der ergebnislos verstreicht, an dem wieder eine Absage eintrudelt oder die Jobbörsen nichts hergeben, das Gefühl der Nichtsnutzigkeit, des Versagens. Vor allem für meine Familie war es bestimmt nicht immer einfach und ich bewundere mal wieder das dicke Fell meiner Frau!

Nach all den Rückschlägen und am Ende der eh düsteren Winterzeit, kam Anfang März ein Lichtblick am Himmel. Ein jüngeres mittelständisches Unternehmen aus meiner Branche der letzten 13,5 Jahre, suchte einen Außendienst! Der Gründer/Chef und ich kannten uns von einer Tätigkeit Mitte der 90er Jahre, ich konnte ihn vom Nutzen meiner Einstellung für seinen Betrieb überzeugen und so kam ein Arbeitsverhältnis ab dem 01.04.2016 zustande. Nach der ersten Woche dort kann ich für mich sagen: Alles richtig gemacht!

Ich hoffe doch sehr, dass ich die gesammelten und hier angerissenen Erfahrungen der letzten Monate nicht und niemals mehr benötige…

Erste BBQ Ergebnisse auf dem neuen Gerät

Das neue Fleischvergrillungsgerät ist mittlerweile eingegrillt und seit knapp 3 Wochen nun auch schon in regelmäßigem Gebrauch. Das möchte ich zum Anlass nehmen, kurz über den Grill an sich zu schreiben und ein paar Bilderkens davon zu präsentieren.

Da der Grill jetzt über 5 Brenner verfügt, lässt sich die Hitze gegenüber dem Vorgänger (der hatte 3) um einiges besser dosieren. Auch die Gussroste nehmen (zumindest gefühlt) die Hitze schneller auf und geben diese dafür auch intensiver und länger an das Grillgut ab. Dürfte insgesamt auch mit etwas weniger Gasverbrauch einhergehen. Abwarten! Die Gußplatte eignet sich hervorragend für alles Empfindliche, was man nicht direkter Flamme aussetzen möchte und ist von ihrer Beschaffenheit der (zugekauften) Platte des alten Grills um einiges überlegen. Lediglich der einfache Brenner für den Drehspieß läßt mich den Infrarotbrenner am alten Gerät vermissen. Der hatte einfach mehr Wumms! Insgesamt aber macht es sich schon bemerkbar, dasss der BroilKing in einer Klasse höher spielt.

Genug der Worte. Hier ein paar Impressionen

Mit Bacon ummantelte Hühnebrust, Berner Würstel und Grüner Spargel im Baconmantel
Spieße mit Schweinelende und mit Bacon ummantelter Grüner Spargel
Die Spieße wurden echt lecker. Das Fleisch blieb saftig und hatte was von den Gerichten beim Griechen oder Jugo…
Rollbraten, grillfertig vom Metzger. Leider habe ich kein Foto des fertig gegrillten Teils gemacht.

Der neue Fleischveredlungsgerät hat Einzug gehalten

Am 12.03. fand in Köln bei SANTOS-Grills das diesjährige Angrillen statt. Wobei Angrillen ja eigentlich nicht richtig ist, bietet man hier doch das ganze Jahr durchgehend edles Grillgerät und Zubehör dazu an. Egal wie man das nun auch nennen mag, da mussten wir natürlich hin! Also die Familie in die Katze gepackt und rüber in die große Stadt gefahren. War schon mächtig was los, als wir gegen 10:30 Uhr eintrudelten.

Während draußen die ersten Goodies zur späteren Verkostung auf den Feuern schmurgelten, haben wir uns drinnen umgesehen und so ganz nebenbei habe ich mir mal die Angebote an Gasgrills angeschaut. Der alte ist ja schließlich schon 8 Jahre im Besitz und das Edelstahl reichlich durchgeglüht…  😉

Tja und wie das so ist, nur dem Suchenden kann geholfen werden und da stand er vor uns. Ein „Broil-King Baron 590“ aus dem vergangenen Modelljahr! O.K., der 2016er hat beleuchtete Reglerknöpfe, aber das habe ich noch nie vermisst.  Schliesslich ist in der Grillhütte ein 500 Watt Strahler installiert. Alle anderen Ausstattungsdetails, die gewünscht und benötigt werden waren dagegen vorhanden, der Preis akzeptabel und so wurde die Kreditkarte mal kurz an der Kasse zum aufglühen gebracht. Danach holten wir uns noch draußen ein paar Rezeptideen, verkosteten u.a. einen spitzenmäßigen Bacon-Bomb-Burger und fuhren satt und zufrieden wieder nach Hause.

Da der Karton nicht ins Auto gepasst hätte, machte ich dann am Donnerstag mit dem Blauen und dem Anhänger hintendran nochmal auf den Weg. Es war eine Fahrt bei schönstem Wetter und gleichzeitig damit die Saisoneröffnung für den Typ3…

Am Freitag konnte dann mit der tatkräftigen Hilfe von Felix, der Gerät endlich aufgebaut werden. Ich sage nur: Nordamerikaner/Kanadier und Schrauben. Könnte deutsches Ingenieurtum bestimmt besser lösen…

Aber was soll es. Nach geraumer Zeit waren die knapp 83 kg Edelstahl, Aluguss und drölfzig Schrauben zusammengefügt und der Grill konnte in der Grillhütte einziehen.

Ab Werk ist er neben den Gussrosten mit einer Guss-/Wendeplatte, einem Drehspießbrenner (inkl. Drehspieß) und einem Seitenbrenner ausgestattet.

Zusätzlich habe ich noch einen Edelstahlpfanneneinsatz dazu gekauft. Damit kann man z.B. wunderbar Reibekuchen machen.

Nach erfolgtem Aufbau und Einzug wurde das ganze Equipment zum ersten Mal richtig aufgeheizt und sauber gebrannt. Die 300° C  hatte der Grill bei gerade einmal 10° C Außentemperatur innerhalb 10-15 Minuten erreicht.  Nicht schlecht!

Somit steht einer ersten Vergrillung damit an Ostern nichts im Wege und ich hoffe, ich kann euch mit weiteren Berichten zum Thema BBQ ebenfalls begeistern.