Adventsmarkt im Technikmuseum

Gestern waren wir auf dem Adventsmarkt im hiesigen Technikmuseum. Das schöne daran ist neben den vielen selbsgemachten Kleinigkeiten der diversen Aussteller, immer wieder die besondere Atmophäre inmitten der alten Maschinen und Ausstellungsstücke.

Schön war auch, dass die Dampfmaschine lief und über die Transmissionsriemen einige der alten Werkzeuge zum Leben erweckt wurden. Manche empfinden das als Lärm, ich als Musik aus längst vergangenen Zeiten…

Hier mal eine kleine Videoimpression davon.

Anschließend ließen wir den Besuch noch in der gemütlichen Gaststube ausklingen.

Endlich wieder TÜV auf dem Blauen oder auch: Denke nie, gedacht zu haben

Nee, nee. Dieses Jahr war das mit dem TÜV etwas holprig gelaufen. Fällig war der Blaue ja im September. Da ich aber einen Monat länger herausschlagen wollte, dachte ich mir: „Fährste halt im Oktober hin, kurz bevor du ihn einmottest.“ Da ich aber dann 14 Tage im Krankenhaus lag, dann das Wetter nicht so dolle war, kam ich erst am 28. Oktober dazu. Was soll ich sagen? Prompt mit erheblichem Mangel durchgefallen. Der linke, innere Spurstangenkopf, also am Lenkhebel, war ausgeschlagen. Kein Problem, dachte ich mir, hast ja noch Ersatz im Teileregal liegen. Nach Hause gebrummt, Garage auf, nachgeschaut und… …Pustekuchen! Nur noch für „ab Fahrgestellnummer“, also die mit dem großen Gewinde. Zwar lieferte mir der gute Mario vom „Type3_Headquarter“ wie immer schnellstmöglich Ersatz, aber jetzt hatte die Werkstatt meines Vertrauens keine Zeit, da alles nach Winterpuschen rief. Die Zeitspanne von 4 Wochen zur Nachprüfung lief ab, wie eine Sanduhr. Dann aber gab es am Freitag Entwarnung, es sind wieder Kapazitäten frei, ich könne das Auto am WE bringen. Also am letzten Sonntag das Auto dort abgestellt und gestern abend dann wieder abgeholt. Heute morgen schnell zum TÜV, rauf auf die Bühne, gucken, kurzen Small-Talk halten und dann prangte auch schon die begehrte Plakette auf dem hinteren Nummernschild!

Jetzt sind erst mal wieder zwei Jahre Ruhe mit dem Thema. Es tat mir im Herzen weh, den Blauen heute morgen durch den Nieselregen zu fahren und ich habe ihm versprochen, mich das nächste Mal wieder zeitiger drum zu kümmern und ihm die Schmach des durchfallens zu ersparen! 😉

Übern Winter muss ich mich jetzt mal in erster Linie um das „neue“ Moped kümmern. Aber das ist eine andere, neue Geschichte…

Happy Birthday Blauer!

Heute genau vor 50 (!) Jahren liefst du an der Aller vom Band. Wurdest dann nach Mannheim umgesiedelt, als Vorführwagen eingesetzt und kamst dann im Januar 1967 zu deinem ersten Besitzer nach Heidelberg. Dieser hielt dir 20 Jahre die Treue, pflegte dich überwiegend und stellte dich im Winter in die Garage. Danach wechselste du für weitere 18 Jahre zu einer älteren Dame, immer noch im Neckartal, bevor ich dich im Juni 2005 ins raue Siegerländer Klima entführte.

So kamst du mit knapp 86.000 Kilometern auf der Uhr vor nunmehr 11 Jahren hier an. Mit deiner verknitterten hinteren und der pickeligen vorderen Stoßstange…

Mit einigen kleineren Modifikationen hast du heute knapp 109.000 Kilometer auf dem Tacho, erfreust dich bis auf kleinere Wehwehchen bester Gesundheit und wirst mir hoffentlich noch eine ganze Weile erhalten bleiben!

DasDragDay #14

Am vergangenen WE fand ja zum 14. Mal in Bitburg das Kräftemessen der luftgekühlten Szene auf dem Programm, auch DDD#14 genannt. Da ich allerdings Freitag abends noch einen nicht verschiebbaren Termin hatte und der Blaue eh etwas „lahmt“, buchte ich ein Zimmer im nahe gelegenen Hotel und reiste Samstag früh mit dem Alltagskombi an. Fühlte sich irgendwie „falsch“ an…

Tobi hatte den „Agent Orange“ ebenfalls im heimischen Stall gelassen und so war von unserer S.O.R.G. nur der „Lange“ am Start. Das aber richtig! Irgendwie wollte sein Grüner schon Samstags nicht so richtig los galoppieren. Zuerst hatte er die testweise montierten Slicks im Verdacht. Die waren es aber nicht. Nein, am Sonntag wurde der Drehzahlmesser als Übeltäter dingfest gemacht. Dieser entpuppte sich nämlich eher als Drehzahlbegrenzer und riegelte ab. Also flugs abgeklemmt und schon waren niedrige 12,5er Zeiten drin. Hut ab und auch hier an dieser Stelle noch mal Glückwunsch an den Gerd!

Ansonsten war es ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten und Wegbegleitern der letzten Jahre. Viel Gebabbel, Händeschütteln und Schulterklopfen. Schade ist, dass immer mehr Turbos und Fremdmotoren Einzug halten. Ich wünschte mir  mal die Einführung einer „Public Race Old School Klasse“. Nur Sauger, maximal 1,8er Typ 1 oder 2,2er Typ 4, mit Doppelvergasern. Sowas zum Beispiel

 

Leider schlichen sich gegen Samstag Abend bei mir erste Anzeichen einer „TMG“ (Anm.: Tödliche Männer Grippe) ein, so dass ich zeitig im Hotelbettchen lag und am Sonntag auch beizeiten wieder den Abflug machte. Nächstes Jahr wird es wieder mit dem Blauen sein. Versprochen!

Hier noch eine kleine Auswahl meiner Bilder. Seit langem mal wieder mit der richtigen Cam und nicht dem Handy geschossen.

 

 

Flanksteak grillen

Schon lange stand es auf der To-Do-Liste meiner BBQ Leidenschaft. Flanksteak vom Rind. Manchmal auch als Roastbeef für Arme beschrieben und leider beim Zuschnitt deutscher Metzger selten berücksichtigt, wandert es oftmals in die Wurst oder das Hackfleisch. Vor kurzem aber war es im Angebot des örtlichen Großmarkts und landete im Einkaufswagen. Ein stattliches Stück (oder besser zwei) mit knapp 1,9 kg Gewicht. Im heimischen Kühlschrank durfte es dann noch einige Tage vor sich hin reifen.

Wer es einmal nachmachen möchte, der kann sich entweder durch Terabytes von Anleitungen im Netz wühlen oder sich grob nach meinem Ablauf richten. Grillen ist ja auch immer etwas Improvisation und Try & Error… 😉

Heute wurde es dann endlich befreit, um knappe 3 Stunden vor Verarbeitung auf Raumtemperatur zu kommen.

Eine knappe halbe Stunde vor der Vergrillung wird der Grill auf Temperatur gebracht, möchten wir doch dem Fleisch ein schönes Branding und damit die gewünschten Röstaromen verpassen. Wer eine separate Sizzlezone an seinem Gasi hat, nutzt natürlich diese. Währenddessen verpasse ich der Oberseite mit einem sehr scharfen Messer ein, nicht allzu tiefes, Rautenmuster. Nicht tiefer als 1 bis 2 Millimeter schneiden! Dies soll die Oberfläche vergrößern und damit mehr Röstaromen bilden. Danach werden beide Seiten mit etwas grobem Meersalz bestreut und etwas einmassiert. Wer mag, kann auch gerne die auf dem Markt mittlerweile erhältlichen Flüssigsalze verwenden. Ich bin da eher Oldschool unterwegs.

Jetzt kommt es (je nach Dicke) für ca. 2 Minuten direkt mit jeder Seite auf den heißen Grillrost (oder die Sizzlezone), wobei wer möchte auch durch drehen um 90° für das beliebte Karomuster sorgt. Puristen am Holzkohlegrill legen es auch gerne direkt auf die glühende Grillkohle!

Der Grill wird nun auf ca. 120° C eingeregelt, was natürlich etwas Erfahrung -oder ganz bequem, einen Zweitgrill- voraussetzt. Alternativ könnte man auch den Backofen bemühen. Jetzt wird nämlich das Fleisch mit der sogenannten „indirekten Methode“ auf die gewünschte Kerntemperatur gezogen. Je nach Qualität des Fleisches und persönlichem Geschmack ist „medium“ bis „medium-rare“ zu empfehlen. Wir wollten es bewusst etwas blutiger und wählten 48° Celsius.Der Grat auf dem man wandert, um eine Schuhsohle zu fabrizieren, ist bei maximal 2-3 Zentimeter maximaler Fleischdicke, naturgemäß ein sehr schmaler!

Hilfreich ist hier auf jeden Fall ein Einstechthermometer. Hat man soweit alles richtig gemacht, das Fleisch noch 2 Minuten ruhen lassen, kann man es aufschneiden und servieren. Auf jeden Fall sollte man es quer zur Faser schneiden, da es doch sehr lange Fleischfasern besitzt! Das von uns gekaufte war extrem zart, so daß die niedrige Kerntemperatur nichts ausmachte.

Das hintere Ende war noch sehr blutig, aber extra so gewählt, da ich damit morgen etwas „ausprobieren“ möchte…

 

 

Nachtrag: Gestern gab es dann die Reste als „Leftover-Meal“ auf ein Sandwich gepackt. Zusammen mit karamelisierten Balsamicozwiebeln, Parmesan und „The Shed BBQ-Sauce“. Leckerschmecker! Aber sowas von!

Treffen und Teilemarkt der „Oldtimerfreunde Kreuzal“ am 14.08.2016

Da in diesem Jahr aus bekannten Gründen der Urlaub ausfällt, ergab sich mal wieder die Gelegenheit, am Treffen teilzunehmen und über den Teilemarkt zu schlendern.

Es kamen Fahrzeuge verschiedenster Arten und Baujahre zusammen und einige „Händler“ boten ihre Ware an. In Ausrufezeichen deshalb, da es ausschließlich private Sammler und Jäger waren, die ihre Schätze anboten. Keine professionellen Abzocker…

Leider wurde dem Blauen ein ziemlicher Kratzer am linken Seitenteil zugefügt. 🙁 Ob mutwillig durch einen Autohasser, ein schlechterzogenes Kind oder einen der unzähligen Radl-Rentner? Läßt sich nicht mehr nachvollziehen. Für mich jedenfalls der Anlass zukünftige Fahrten und die Teilnahme an solchen Veranstaltungen zu überdenken. Ich habe halt keine Lust, den ganzen Tag am Auto zu sitzen und aufzupassen…